Zurück zum Blog

Baukasten vs. Individuell programmierte Website: Die ehrliche Kosten-Nutzen-Rechnung für 2026

1. April 2026
12 Min. Lesezeit
Andreas

"Warum soll ich für eine Website bezahlen, wenn ich sie mit Wix gratis bauen kann?"

Gute Frage. Ehrliche Frage. Und eine Frage, die ich jede Woche höre — von KMU-Inhabern, Startup-Gründern und Selbständigen in der ganzen Schweiz.

Die kurze Antwort: Weil "gratis" dich teurer zu stehen kommt, als du denkst.

Aber das ist keine Antwort, die du einfach glauben sollst. Deshalb habe ich diesen Artikel geschrieben: einen ehrlichen, faktenbasierten Vergleich zwischen Baukasten-Websites und individuell programmierten Websites. Keine Marketing-Floskeln. Keine Panikmache. Nur Zahlen, Fakten und konkrete Erfahrungen aus über hundert Projekten.

Am Ende weisst du genau, welche Lösung für dein Unternehmen die richtige ist.


Die Ausgangslage: Warum so viele zum Baukasten greifen

Baukasten-Anbieter wie Wix, Squarespace und Jimdo haben ein geniales Versprechen: "Erstelle deine professionelle Website in wenigen Stunden — ohne Vorkenntnisse."

Und für viele klingt das perfekt. Kein Programmierer nötig. Kein Budget für einen Webdesigner. Kein Warten auf Liefertermine. Drag-and-Drop, fertig.

Dieses Versprechen funktioniert — bis zu einem gewissen Punkt. Das Problem ist: Für die meisten Unternehmen kommt dieser Punkt schneller als erwartet.

Der ehrliche Vergleich: 8 Kriterien, die wirklich zählen

1. Kosten — die ganze Wahrheit

Hier der Vergleich, den Baukasten-Anbieter nicht zeigen:

KostenpunktBaukasten (Wix/Squarespace)Individuell (webredesign.ch)
Einmalige KostenCHF 0–300ab CHF 500
Monatliche/jährliche KostenCHF 20–50/Mt. (CHF 240–600/Jahr)CHF 500/Jahr (All-in)
Kosten über 3 JahreCHF 720–2'100CHF 1'500–2'000
Content-ÄnderungenSelbst machen (deine Zeit)Per E-Mail, im Support enthalten
SEO-OptimierungZusätzlicher Aufwand/KostenAb der ersten Zeile Code eingebaut
Wartung & UpdatesAutomatisch (mit Einschränkungen)Inklusive, persönlich betreut

Auf den ersten Blick ist der Baukasten günstiger. Auf den zweiten Blick liegen die Kosten über 3 Jahre nahe beieinander — manchmal ist der Baukasten sogar teurer. Und das ohne die versteckten Kosten einzurechnen: deine eigene Zeit, verlorene Google-Rankings und Besucher, die abspringen.

Mehr dazu: In unserem detaillierten Kostenvergleich findest du alle Zahlen: Was kostet eine professionelle Website in der Schweiz? →

2. Design — Template vs. Massarbeit

Baukasten:
Du wählst aus hunderten Templates. Farben anpassen, Logo hochladen, Texte eintippen — fertig. Das Ergebnis sieht auf den ersten Blick modern aus. Auf den zweiten Blick sieht es aus wie tausende andere Websites. Weil es genau das ist: ein Template, das tausende andere auch nutzen.

Individuell:
Deine Website wird für dein Unternehmen gestaltet. Nicht für eine Zielgruppe von "kleinen Unternehmen im Allgemeinen", sondern für deinen Elektriker-Betrieb in Winterthur. Oder dein SaaS-Startup in Zürich. Oder deine Treuhand in Bern. Das Design erzählt deine Geschichte — nicht die eines Templates.

Warum das wichtig ist:
Vertrauen entsteht in 0,05 Sekunden. So schnell beurteilt ein Besucher deine Website. Und "sieht aus wie alle anderen" ist kein Vertrauenssignal. Im Gegenteil: Es signalisiert Austauschbarkeit. Und austauschbar ist das Letzte, was du als Unternehmen sein willst.

3. Ladezeit — der stille Umsatzkiller

Hier wird es messbar. Und schmerzhaft.

MesswertBaukasten (Durchschnitt)Individuell programmiert
Ladezeit Mobile3,5–6 Sekundenunter 2 Sekunden
Google PageSpeed Score40–65 / 10090–100 / 100
Largest Contentful Paint3–5 Sekundenunter 1,5 Sekunden

Warum sind Baukasten-Websites langsamer? Weil sie mit generischem Code arbeiten, der für alle Anwendungsfälle funktionieren muss. Jedes Template lädt Funktionen mit, die du nicht brauchst. Jedes Plugin addiert Gewicht. Das Ergebnis: aufgeblähter Code, der deinen Besucher warten lässt.

Was das konkret kostet:

  • 53 % der mobilen Besucher verlassen eine Seite, die länger als 3 Sekunden lädt
  • Jede zusätzliche Sekunde Ladezeit kostet dich ca. 7 % deiner Conversions
  • Google bevorzugt schnelle Seiten — langsame Websites ranken schlechter

4. SEO — wo Baukästen an ihre Grenzen stossen

SEO (Suchmaschinenoptimierung) ist für die meisten Unternehmen der wichtigste Online-Kanal. Wer bei Google auf Seite 1 steht, bekommt Kunden — wer es nicht tut, existiert für seine Zielgruppe nicht.

Was Baukästen können:

  • Grundlegende Meta-Titel und -Beschreibungen setzen
  • Alt-Texte für Bilder hinzufügen
  • Automatische Sitemap generieren

Was Baukästen nicht können:

  • Saubere URL-Struktur: Baukästen erzeugen oft kryptische URLs. Bei uns bestimmst du jede URL selbst
  • Strukturierte Daten: Baukästen bieten Schema Markup nur rudimentär an
  • Core Web Vitals: Die technischen Performance-Metriken von Google

Das Ergebnis in der Praxis:
Für wettbewerbsschwache Keywords kann ein Baukasten reichen. Für alles mit echtem Wettbewerb ("Webdesign Zürich", "Treuhand Bern", "Elektriker Winterthur") brauchst du technische SEO-Kontrolle, die ein Baukasten schlicht nicht bietet.

5. Conversion — der Unterschied zwischen "hübsch" und "verkauft"

Baukasten-Websites informieren.
Sie zeigen, wer du bist, was du machst und wie man dich kontaktiert. Das ist eine digitale Visitenkarte. Nicht schlecht — aber auch nicht genug.

Individuell programmierte Websites verkaufen.
Jede Seite hat ein klares Ziel. Jeder Abschnitt ist strategisch aufgebaut. Der Besucher wird durch einen psychologisch optimierten Prozess geführt — vom ersten Eindruck bis zum Klick auf "Kontakt".

ElementBaukastenIndividuell (webredesign.ch)
SeitenaufbauTemplate-RasterVerkaufspsychologisch strukturiert
CTA-PlatzierungWo es ins Template passtStrategisch an Entscheidungspunkten
Mobile CTAGleich wie DesktopFür Mobile-Nutzer optimiert

6. Skalierbarkeit — heute reicht's, morgen nicht

Beim Baukasten:
Irgendwann stösst du an Template-Limits. Neue Funktionen? Nur wenn ein Plugin dafür existiert. Performance sinkt mit jeder hinzugefügten Seite.

Bei einer individuellen Website:
Die Architektur ist von Anfang an modular aufgebaut. Dein Code gehört dir — du bist nicht an einen Anbieter gebunden. Alles lässt sich ergänzen.

7. Abhängigkeit — wem gehört deine Website?

Das ist die Frage, die kaum jemand stellt — bis es zu spät ist. Bei einem Baukasten bedeutet ein Wechsel oft einen kompletten Neuaufbau. Bei uns gehört der Code dir. Du kannst ihn jederzeit zu jedem Hoster mitnehmen.

8. Support — wenn du Hilfe brauchst

Der Unterschied zwischen einem anonymen Ticket-System (Wix) und einem persönlichen Ansprechpartner (webredesign.ch), der deine Website gebaut hat, ist gewaltig. Support auf Deutsch, aus der Schweiz, schnell und unkompliziert.

Wann ein Baukasten trotzdem Sinn macht

  • Du brauchst innerhalb von 48 Stunden eine Platzhalter-Website
  • Du hast ein Hobby-Projekt ohne kommerzielle Ansprüche
  • Du bist Pre-MVP und testest eine Idee (< 3 Monate)

Dein nächster Schritt: Gratis Website-Audit

Du bist nicht sicher, ob dein Baukasten noch reicht? Lass es uns herausfinden. In 15 Minuten analysieren wir deine aktuelle Website und sagen dir ehrlich, ob ein Wechsel Sinn macht.

Über den Autor: Andreas ist Gründer von webredesign.ch und hilft Schweizer KMU und Startups, von der Baukasten-Falle zu einer Website zu wechseln, die wirklich verkauft. Individuell programmiert, persönlicher Support, 100 % Swiss-Made.